Konzept «Doing Caring Communities»

Ausgangssituation

Angesichts der verschiedenen gesellschaftlichen Entwicklungen besteht der Bedarf für die Entwicklung zukunftsfähiger Care-Modelle. Die Idee «Sorgender Gemeinschaften» (engl. Caring Communities) beschreibt ein Sorge-Modell, welchem sowohl national wie international das Potential zugesprochen wird, den zukünftigen gesellschaftlichen Herausforderungen zu begegnen.

 

In der Schweiz werden «Sorgende Gemeinschaften» insbesondere im Rahmen der Alterspolitik thematisiert, so etwa auf kantonaler Ebene (Alterspolitik im Kanton Bern 2016, S.13). Währenddessen das Thema Alter einen sinnvollen Ausgangspunkt darstellt, ist eine Sorgende Gemeinschaft – wie im Begriff bereits sichtbar – ein Vorhaben, das alle Menschen, insbesondere Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen benachteiligt und/ oder auf soziale, betreuende, pflegerische, therapeutische oder spirituelle Unterstützung angewiesen sind, anspricht. Ihr Ziel ist es, dass diese Menschen und ihre Angehörigen (das sind wir potenziell alle) durch sozialräumliche Unterstützung gestärkt werden und so unabhängiger von Institutionen bleiben.

 

Eine «Sorgende Gemeinschaft» entsteht durch ein orchestriertes Zusammenspiel von Bürgerinnen und Bürgern, Staat, Wirtschaft, Organisationen der Zivilgesellschaft und professionellen Dienstleistenden. Sie geht über private familiäre und professionelle Unterstützung hinaus, hin zu «solidarisierten» Gemeinschaften im lokalen Raum. Dabei stellen Vertrauen und Verantwortungsübernahme in kleinen Lebenskreisen und lokalen Kontexten die Grundlage. Dem Staat kommt die Aufgabe zu, Rahmenbedingungen zu fördern, damit solche Gemeinschaften und Unterstützungs- und Sorgenetzwerke entstehen und gepflegt werden können.

 

Durch die Unterstützung des Pilotprojektes und die Ermöglichung, Best-Practice-Konzepte zu entwickeln, leistet der Kanton Bern einen vorbildlichen Beitrag, um Gemeinden und die lokalen Akteure auf innovative Weise zu befähigen, ihre Verantwortung im Bereich der Altersversorgung und der Care (Unterstützung) zu übernehmen und sich für die Entwicklung sorgender Gemeinschaften einzusetzen. Damit wird nicht lediglich ein Modell lanciert, um das Kostenwachstum im Bereich der Altersversorgung langfristig zu dämmen, sondern ein Modell, welches zudem auf wesentlichen Werten unserer Gesellschaft fusst.

 

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