Konzept – Auf dem Weg zu Sorgenden Gemeinschaften

Eine «Sorgende Gemeinschaft» entsteht durch ein orchestriertes Zusammenspiel von Bürgerinnen und Bürgern, Staat, Wirtschaft, Organisationen der Zivilgesellschaft und professionellen Dienstleistenden. Sie geht über private familiäre und professionelle Unterstützung hinaus, hin zu «solidarisierten» Gemeinschaften im lokalen Raum. Dabei stellen Vertrauen und Verantwortungsübernahme in kleinen Lebenskreisen und lokalen Kontexten die Grundlage. Dem Staat kommt die Aufgabe zu, Rahmenbedingungen zu fördern, damit solche Gemeinschaften und Unterstützungs- und Sorgenetzwerke entstehen und gepflegt werden können.

 

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Die Charta von Caring Communities

Die Charta «Caring Communities/Sorgende Gemeinschaften» soll der Bevölkerung, professionellen Akteuren und der Politik als richtungsweisender und handlungsleitender Rahmen in der Entwicklung «Sorgender Gemeinschaften» dienen. In ihr sind zentrale Werte und Ziele «Sorgender Gemeinschaften» dargestellt. Die Charta steht in Übereinstimmung mit den übergreifenden Zielen und Werten der UN-Menschenrechtscharta und der Bundes-verfassung sowie der Ottawa-Charta der WHO, insbesondere hinsichtlich des hohen Stellenwertes von Partizipation, Eigenverant-wortung und Sorgekultur. In diesem Sinn setzt die Charta «Sorgende Gemeinschaften» auf die Einsicht und freiwillige Selbstverpflichtung der Partnerinnen und Partner.

 

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Merkmale Sorgende Gemeinschaften

Eine «Sorgende Gemeinschaft» entsteht durch die sozialraumorientierte Entwicklung von «Sorge-Strukturen» und -Angeboten. Es handelt sich um ein gemeinschaftliches Sorgemodell, hinter dem die Einsicht steht, dass der Sorge-Bedarf nicht allein durch professionelle Institutionen gedeckt werden kann, sondern durch das Zusammen-wirken von Familien, Nachbarschaften, professionellen Dienstleistern, bürgerschaft-lichem Engagement und staatlichen Institutionen. Dabei wird davon ausgegangen, dass das Wohlergehen von Menschen mit Unterstützungs-bedarf das Ergebnis einer Zusammenarbeit unterschiedlicher Systeme ist, welches sich sowohl auf der individuellen als auch auf der lokalen Ebene, immer wieder entsprechend dem Bedarf, neu mischt.

 

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Evaluationsbericht: Sorgende Gemeinschaften im Kanton Bern

Form und Inhalt des Berichtes entsprechen dem Verständnis von Evaluation als eine Dienstleistung die, a) das Engagement, den Mut, die Leidenschaft und das Ringen von Menschen um ein besseres Zusammenleben in den Modellregionen würdigt, b) gelungenes und Schwieriges im Projekt im Lichte internationaler Entwicklungen, sowie vor allem auch mit Blick auf das «Merkmalspapier Sorgende Gemeinschaften» benennt, c) aus den Lernerfahrungen zu berücksichtigende Kernelemente «Sorgender Gemeinschaften» ableitet und die d) Schlussfolgerungen als Anregung für andere und weitere Vorhaben Sorgende Gemeinschaften zu stärken zur Verfügung stellt. Es geht nicht um die taxative Bewertung von Projektbemühungen auf unterschiedlichen Ebenen, die aus einer eher punktuell beteiligten, und nur teilweise in die Tiefenschichten der lokalen Sorgekulturen Einblick habenden Rolle weder leisten wollten noch methodisch angemessen könnten. 

 

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