Alles andere als selbstverständlich

Eine gute Nachbarschaft bedeutet Lebensqualität. Sie hilft, die Herausforderungen des Alltags besser zu meistern. Sie ist aber alles andere als selbstverständlich.

 

Gute Nachbarschaft ist eine wichtige Voraussetzung für Solidarität und Mitverantwortung im Quartier. Hier leisten Personen einen Beitrag dazu, dass eine Nachbarin, ein Nachbar die für sie oder ihn passende Hilfe bekommt, aber auch menschliche Zuwendung spürt – etwas, das oft schmerzlich vermisst wird. Die Idee der «Sorgenden Gemeinschaft» vereint diese beiden Aspekte.

 

Das Wissenszentrum des Zentrums Schönberg entwickelt im Rahmen eines Projektes solche «Sorgenden Gemeinschaften» in 3 Regionen im Kanton Bern. Sie zeichnen sich erstens dadurch aus, dass ältere und unterstützungsbedürftige Personen und ihre Angehörigen die Hilfe erhalten, die sie brauchen. Dafür arbeiten verschiedene Dienstleister und Institutionen direkt und auf gleicher Augenhöhe mit privat und freiwillig Helfenden zusammen. Zweitens ist es wichtig, dort Solidarität und Gemeinschaftssinn zu fördern, wo das nicht automatisch passiert. Dies geschieht zum Beispiel durch mehr Begegnungsmöglichkeiten, durch Achtsamkeit und Interesse für andere Quartierbewohner und durch eine Politik, die diese Vision unterstützt.

 

Der Tag der Nachbarschaft ist ein Schritt in diese Richtung. Mit dem heutigen Tag der Nachbarn möchten wir auf die Bedeutung von guten nachbarschaftlichen Beziehungen aufmerksam machen. Feiern Sie den heutigen Tag – vielleicht freut sich eine Nachbarin, ein Nachbar (einmal mehr) über ein nettes Wort, eine Hilfestellung oder ein gemütliches Beisammensein mit Ihnen.

 

Die Stadt Bern feiert den Tag der Nachbarschaft – zum ersten Mal. Der Tag der Nachbarschaft fand erstmals 1999 in Paris statt. Mittlerweile ist es ein globaler Anlass geworden: In 36 Ländern bzw. 1450 Partnerstädten beteiligen sich über 30 Mio. TeilnehmerInnen an diesem Tag. Im Projekt «Nachbarschaft Bern» werden helfenswillige und unterstützungsbedürftige Nachbarn miteinander in Kontakt gebracht. Gleichzeitig setzt sich die Stadt Bern für die Stärkung der Quartierverbundenheit ein. 

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